Samstag, 04. Juli 2020 | 16:00

Gedenkausstellung Lore Vogler-Bracher

galerie kunstzürichsüd, Zürichstrasse 1, 8134 Adliswil

4. – 24. Juli 2020
Vernissage Samstag, 4. Juli 2020, 16–18 Uhr
Donnerstag/ Freitag
9./10., 16./17., 23./24. Juli 16–20 Uhr
Samstag
11., 18. Juli 11-16 Uhr
Sonntagsapéro 19. Juli 2020, 16-18 Uhr

Patronat kunstzürichsüd

Lore Vogler-Bracher ist 1920 am Bodensee geboren und im solothurnischen Biberist als Tochter des Bezirkslehrers, bekannten und in verschiedenen Intitutionen engagierten Solothurner Politikers Albin Bracher, aufgewachsen. Ihre Mutter war Pianistin. Lore besuchte die Mittelschule in Solothurn und absolvierte das Hauslehrerinnenseminar Hertenstein. Neben dem Unterrichten übte sie verschiedene Tätigkeiten aus und verfasste Feuilletons und Buchbesprechungen. 1966 begann ihr literarisches Schaffen mit Lyrik. Für den Gedichtband «Winterwärme» erhielt sie 1979 eine Gabe der Stadt Zürich und 1987 den Werkpreis für Lyrik des Kantons Solothurn. Später kam die Malerei mit unzähligen Ausstellungen in Galerien hinzu – oft gemeinsam mit den Skulpturen ihrer Bildhauer-Tochter Beatrice Vogler.
1949 heiratete sie Rudolf Vogler (1914–2009). Ihren ersten Wohnsitz nahm die Familie im obwaldnerischen Lungern, später erfolgte der Umzug nach Solothurn. Von 1957 bis zu Ihrem Tod 2004 lebte Lore Vogler-Bracher mit ihrem Mann und vier Kindern in Adliswil. Die Malerin und politische Frau engagierte sich in der Schul- und Kirchenpflege und erteilte Religionsunterricht. Als Vorstandsmitglied des Club Hrotsvit/Kunst und Frau veranstaltete sie Lese- und Diskussionsrunden mit Frauen in Luzern.

Lore Vogler-Bracher zu ihrem literarischen Schaffen: «Meine Lyrik baut Stimmungen, Emotionen, Gedanken, Erfahrungen, Begegnungen, dem Gewahr werden ein Haus. Ein offenstehendes Haus, den Leser als Gast erwartend finde er seine eigenen Stimmungen, Erfahrungen, Gefühle vor. Der Leser bewohnt das Haus ...» Eine Freundin schrieb im Vorwort der letzten Kunstmappe, kurz nach ihrem Tod «Fragen zur Welt wurden an Beispielen des unmittelbaren Umfeldes oder an Lebensbildern erörtert. Politische, soziale und naturbezogene Sachverhalte bekamen einen wahrnehmbaren Zusammenhang. Auch wer mit ihrem Werk nicht vertraut ist, wird sich durch die Sehnsucht nach erfüllter Erinnerung anrühren lassen. Dieser schwebende Augenblick kommt in der Lyrik und in den Bildern der Künstlerin wundersam zum Ausdruck.»
Lassen Sie sich berühren von den Bildern unserer 2004 verstorbenen Mutter.

Am 25. Oktober 2020 würde sie 100 Jahre alt werden. Aus diesem Anlass laden wir Sie herzlich an die Gedenkausstellung in der Galerie Kunst Zürich Süd in Adliswil ein. Die Ausstellung umfasst auch einige Skulpturen von Beatrice Vogler.

Beatrice, Martin, Christoph und Stefan Vogler